Path: eurom/cat/unido/ish/catzen/scot From: scot@catzen.ish.de (Scot W. Stevenson) Newsgroups: sub.sex Subject: Aus Fido/Maus: Flirten Message-ID: <A0b7hogk@catzen.ish.de> Date: 23 Jun 91 20:48:20 GMT Reply-To: scot@catzen.ish.de Distribution: sub Organization: The Finletter Support Crew Lines: 1089 X-Version: HERMES MMAIL 0.96 Rev. Apr 15 1991 X-Software: HERMES GUS 0.96 Rev. Apr 15 1991Quote on:
Msg #128 / 1-155 Time: 20 Jun 91 20:43:00 From: Dirk Mueller % MAUS MS To : All Subj: Der Flirt (1)
Ich habe hier mal eine kleinen (?) Text über das Flirten entdeckt und mir
gdacht das er hier in der Area ja wohl nich falsch ist.
Ich habe ihn übrigens auf einem Amiga Disketten-Magazin (Power-Brei)
gefunden.
Da ist sie endlich. Sie haben die Frau entdeckt, mit der Sie anbandeln möchten. Was Sie nicht tun dürfen, ist, sich sofort auf sie zu stürzen (ausser, ich rate Ihnen in bestimmten Situationen ausdrücklich dazu!). Worauf es in den ersten Sekunden ankommt, ist der Augenkontakt. Denn mit einem Blick und einem Lächeln können Sie oft mehr erreichen, als mit allen guten Sprüchen, die Sie in diesem Kurs finden. Oder Sie können im ersten Augenblick alles kaputtmachen. Dann nämlich:
Was Sie hingegen lernen müssen, wenn Sie es nicht schon können, ist die Kunst des Flirtens: Das heisst, benutzen Sie die Sprache der Augen! Dabei können Sie freundlich oder verschmitzt lächeln, Sie können ihre Blicke auffangen und sie beantworten. Wenn Sie sich dann irgendwann aufraffen, zu ihr zu gehen, schauen Sie sie an, wenn Sie mit ihr sprechen. Ohne ihr unverwandt in die Augen (geschweige denn in den Ausschnitt) zu starren, versteht sich. Geben Sie sich natürlich. Oder vielmehr, verhalten Sie sich so, wie Sie sind: charmant (aber nicht schmierig), selbstbewusst (aber nicht arrogant), freundlich (aber nicht ängstlich).
Den Blick, mit dem sie Ihren beantwortet, zu interpretieren dürfte Ihnen, selbst wenn Sie nur ein Quentchen Menschenkenntnis besitzen, nicht schwerfallen. Jeder von uns, auch wenn er nicht Psychologie studiert hat, erkennt instinktiv, was ein anderer ihm mit Blicken zu verstehen gibt. Daraus, ob der Blick, den sie Ihnen schenkt, auffordernd, fröhlich einladend, kühl, mitleidig, verführerisch, abwertend, kalt, freundlich, unentschlossen, fragend, abweisend, ermunternd, böse, forsch, kess, geheimnisvoll, verschmitzt, liebevoll, verschwörerisch oder warnend ist, resultiert Ihr weiteres Verhalten. Wenn Sie mit einem kühlen Blick bedacht werden, ist noch nicht alles verloren. Aber Sie müssen in solch einem Fall taktisch anders vorgehen, als wenn sie Ihnen einen einladenden Blick zuwirft. In den meisten Fällen können Sie sogar den Blick, den sie Ihnen schenkt, als Ausgangspunkt zum Anbandeln nehmen:
Das Ziel all Ihrer Bemühungen ist es, ihr ein Lächeln zu entlocken. Wenn Ihnen das gelungen ist, haben Sie das Eis gebrochen und sind auf dem besten Weg, sie etwas näher kennenzulernen. Aber seien Sie vorsichtig, treten Sie nicht gleich zu nahe! Mit anderen Worten: Wenn Sie es geschafft haben, mit ihr die ersten Worte zu wechseln, bewahren Sie körperliche Distanz. Eine Armlänge Abstand ist das mindeste. Kommen Sie auch um Himmels willen nicht auf die Idee, an ihr herum zu grabschen, Ihre Hand auf ihre Schulter (oder um ihre Taille) zu legen oder sie bei der Hand fassen zu wollen. Keine Frau mag es, wenn jemand ihr gleich auf die Pelle rückt. Lassen Sie ihr vielmehr ein wenig Zeit, mit Ihnen warm zu werden. Wenn Sie ihr sympathisch sind, ergibt sich der erste, flüchtige Körperkontakt schon ganz von selbst. Sie werden schon spüren, ob und wann Sie ihr näher rücken dürfen. Halten Sie im Prinzip lieber zehn Minuten länger Abstand, als dass Sie ihr zehn Sekunden zu früh zu nahe kommen. Letzteres führt lediglich zu einer automatischen Abwehr- und Schutzreaktion, die Ihre gesamte Vorarbeit in Sekundenschnelle zunichte machen kann.
Wenn bis hierher alles glattgegangen ist, können Sie zur dritten Phase des Anbandelns übergehen: Sie schlagen Ihr einen 'Ortswechsel' vor. Wenn Sie sie auf einer Party im Wohnzimmer kennengelernt haben und sie dazu bereit ist, mit Ihnen in die Küche zu gehen (um nachzuschauen, ob von dem kalten Buffet noch etwas übrig geblieben ist), haben Sie bei aller Wahrscheinlichkeit nach gute Chancen. Wenn Sie sie in einer Diskothek getroffen haben und sie mit Ihnen in den Vorraum geht (weil sie bei der lauten Musik nicht versteht, was Sie ihr sagen wollen), haben Sie auch schon fast gewonnen. Wenn Sie sie in einer Kneipe treffen und sie das Lokal mit Ihnen gegen einen Biergarten austauscht, wissen Sie ebenfalls, dass sie sich gern in Ihrer Gesellschaft befindet. Und wenn sie sich von Ihnen, wenn Sie sie in einem Museum oder sonstwo treffen, zu einem Kaffee oder Drink einladen lässt, können Sie auch guten Mutes sein.
Und wenn die Phase III aus Zeitgründen nicht durchführbar ist, müssen Sie sich vorerst darauf beschränken, Ihre Telefonnummer auszutauschen. Damit Sie sich möglichst bald wieder treffen und Ihre erste kurze Unterhaltung fortsetzen können...
Einer der kritischsten Momente des Anbandelns ist der, wenn es darum geht, Telefonnummern auszutauschen. Sie können ihr natürlich jederzeit Ihre Telefonnummer geben. Aber ob sie sie auch benutzt, hängt davon ab, ob sie emanzipiert genug ist, einen Mann anzurufen. Und natürlich davon, wie stark ihr Verlangen ist, Sie wiederzusehen. Es kann natürlich auch vorkommen, dass Sie zwar gerne 'ihre' Telefonnummer hätten, aber die eigene nicht herausrücken wollen. In solchen Fällen sind Sie vermutlich verheiratet oder leben mit einer anderen Frau zusammen) hilft nur eines: Lassen Sie sich, wenn Sie sie nicht schon haben, Geschäftskarten drucken. So wirken Sie seriös und sind für sie erreichbar, ohne dass Sie gleich in Teufels Küche kommen. Was Sie sich hingegen auf keinen Fall leisten können, ist, ihr nur Ihre Büronummer auf einen Zettel zu schreiben. Das würde sie - zu Recht - sofort misstrauisch machen, und Sie können sich die Mühe gleich sparen. (Während Sie, wenn Sie ihr die Geschäftskarte zeitlich geschickt überreichen, ohne weiteres 'vergessen' können, Ihre Privatnummer darauf zu schreiben...)
Wenn 'sie' Ihnen ihre Telefonnummer nicht geben möchte, kann das ähnliche Gründe haben. Entweder sie ist verheiratet oder sie ist in festen Händen, aus denen sie gerade im Begriff ist herauszurutschen. Wenn Sie also nur ihre Büronummer bekommen, hüten Sie sich vorerst davor, sich Hals über Kopf in die Dame zu verlieben. Denn es kann durchaus sein, dass sie in Ihnen - zunächst wenigstens - nicht viel mehr als eine willkommene Abwechslung sieht.
Wenn sich solche Komplikationen ergeben, ist es am besten, Sie treffen sofort eine feste Verabredung für einen Tag. Wenn Sie die allerdings platzen lassen, kann es passieren, dass Sie die Gute nie wieder sehen.
Ach ja, es gibt natürlich noch einen anderen Grund, aus dem sie Ihnen ihre Telefonnummer nicht geben will: Sie hat, so ungern Sie das hören mögen, kein Interesse an Ihnen... Wie Sie mit solch einer Niederlage am besten fertig werden, das folgt im nächsten Kursteil.
Ende Teil 1...
Gruss, Dirk
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